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16.10.00 08:45 Sektion Enduro

Int. Enduro Rund um Zschopau mit 52.000 Besuchern

Von: DoVi

Samstag, 14.10.00, 4 Uhr morgens, neun Mitglieder und Freunde des Motorsportclubs Suhl e.V. im ADAC machen sich auf den Weg nach Sachsen, denn die MZ Stadt Zschopau und der MSC Rund um Zschopau e.V. haben zu einem Endurospektakel eingeladen das wohl weltweit seines gleichen sucht. Neben allen deutschen Geländespezialisten, waren auch viele Internationale Stars geladen, so zum Beispiel der amtierende Weltmeister in der Klasse 250ccm/2T Stephan Merriman aus Australien, Juha Salminen, Weltmeister der Klasse 125ccm/2T, aus Finnland, Juan Roma aus Spanien, die Brüder Boano aus Italien... .Die Liste ließe sich noch beliebig weiterführen, da auch in der Deutschen Meisterschaft einige ausländische Spitzenpiloten am Start sind. Natürlich sollten wir unsere deutschen Fahrer nicht vergessen, die sich in den letzten Jahren wieder näher an die Weltspitze heranarbeiten konnten. Dazu gehören natürlich Lars Nonn aus Dietzhausen, oder Marco Barthel aus Flöha, der mit seinem 6.Platz bester Deutscher im Starterfeld wurde. Die Herzen der Fans ließen aber vor allem die Fahrer, aus den Zeiten in denen die DDR Nationalmannschaft noch Weltmeister wurde, höher schlagen. Mit dabei waren die Fahrer um Harald Sturm für die ehemalige DDR, sowie Mannschaften aus Schweden, Österreich, BRD, Schweiz und eine Weltauswahl. Diese Teilnehmer und die sehr anspruchsvolle und den Beobachter hoch interessante Strecke, zogen in diesem Jahr einen neuen Zuschauerrekord mit sich. 52 000 Fans waren nicht nur aus der näheren Umgebung gekommen, sondern aus allen Teilen der Bundesrepublik. Das dabei besonders viele aus unserer Umgebung waren konnten wir an den unzähligen bekannten Gesichtern feststellen, die wir auf unserer Tour rund um Zschopau trafen. Um 7:30 gingen die Ersten, vom neuen MZ-Werksgelände, auf dem sich wie in jedem Jahr das Fahrerlager befand, ins Rennen. Die in diesem Jahr noch anspruchsvollere Runde wurde insgesamt 3 mal befahren. Eingebaut waren zwei Sonderprüfungen, wobei die wohl spektakulärste im Stadtgebiet von Zschopau auf dem bekannten Skihang stattfand. Die eigentlichen Höhepunkte fanden sich jedoch auf der "mit Schwierigkeiten gespickten" Strecke. Es war für die Zuschauer gar nicht möglich sich alle interessanten Punkte an einem Veranstaltungstag anzusehen. So gab es steile Auf- und Abfahrten (die man auch wirklich als solche bezeichnen kann), Schlammlöcher und alles, was das Enduroherz begehrt. An vielen Stellen gelang es kaum, ohne die Hilfe der Fans weiterzukommen. Das absolute Highlight ist mit Sicherheit die nicht enden wollende Steilauffahrt in Scharfenstein, die die Fahrer auf einer Welle der Euphorie von den Fans hinaufgetragen werden. Diese einmalige Atmosphäre ist wohl der Grund dafür, dass Jahr für Jahr mehr Zuschauer in den Mittleren Erzgebirgskreis kommen. Das diese 52 000 Gäste nicht im Zelt übernachten und sich auch nicht von Luft und Liebe ernähren, ist den schlauen Sachsen sehr schnell klar geworden und die Fremdenzimmer, Hotels und Gaststätten hatten wohl an diesem Wochenende Hochkonjunktur. Einmalig ist natürlich die Zielankunft auf dem Zschopauer Marktplatz, auf dem ein riesiges Zelt aufgebaut ist, und die Fahrer unter dem Jubel der Fans über die Bühne ins Ziel fahren. Selbstverständlich stand für die Fahrer zuerst die deutsche Meisterschaft im Vordergrund, da noch nicht alle Titel vergeben waren und sich so mancher noch Hoffnungen auf eine gute Plazierung machte. Diese erfüllte sich leider nicht für den Dietzhäuser Lars Nonn, der zwar einen sehr guten 3.Platz in Zschopau erreichte (vor ihm lagen nur Anders Erikson (Weltmeister 1999) und der starke Newcomer Sascha Eckert) aber in der Endabrechnung fehlt ihm genau 1 Punkt auf den Bronzeplatz in der deutschen Meisterschaft. Gesamtsieger in Zschopau und damit Schnellster aller Klassen wurde der Australier Stephan Merriman. Die Trophy gewannen die Fahrer der ehemaligen DDR vor der Mannschaft aus Schweden. Man kann dem MSC Rund um Zschopau nur ein riesiges Lob für die großartige Veranstaltung aussprechen, denn es ist nicht gerade leicht einen Event dieser Größenordnung zu Organisieren. Aber mit den namhaften sächsischen Schirmherren, zu denen auch eine Staatsministerin zählt, haben die Zschopauer eine sehr gute Unterstützung. Nicht zuletzt werden wohl auch die Stadt Zschopau und die beteiligten Landkreise, ebenso wie das im Aufwind befindliche MZ Werk ihren Beitrag zum guten gelingen beitragen. Bestimmt gibt es aber auch Probleme von denen man als Zuschauer nichts merkt, aber diese werden von den Organisatoren mit Bravur gelöst, denn der Event wächst von Jahr zu Jahr. Man kann nur jedem Interessierten empfehlen im nächsten Jahr nach Zschopau zu fahren.

 

Text: Sander/Vieweg


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