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2.04.01 14:32 Sektion Enduro

Int. 8. ADAC Geländefahrt Dahlen

Von: DoVi

Am letzten Sonntag fand im sächsischen Dahlen, zwischen Leipzig und Dresden, der in diesem Frühjahr letzte Lauf zur Deutschen Enduromeisterschaft statt.

 

Bevor es für einen Teil der Fahrer zum ersten WM-Lauf nach Portugal geht war dies der abschließende Härtetest und diesem Anspruch wurde das Rennen voll gerecht. Die schon seit DDR-Zeiten bekannte Endurohochburg Dahlen hatte wieder einige tausend Zuschauer, vor allen aus den neuen Bundesländern, und nicht zuletzt aus Südthüringen angezogen. Wie schon in den Vorjahren befand sich der Parc Fermé und der Start mitten auf dem Marktplatz. Die Papierabnahme wurde im Rathaussaal durchgeführt und als Schirmherrin trat die Sächsische Staatsministerin Christine Weber auf.

Dies zeigt den hohen Stellenwert den der Endurosport in Sachsen genießt, denn neben Zschopau gilt Dahlen als die anspruchsvollste Veranstaltung in der gesamten Enduro DM, deren Wert sich nun mal an der Schwierigkeit der Streckenführung messen lässt. Das dies gelungen war zeigt sich an den vielen Strafminuten und Ausfällen an diesem 18. März. Der 82 km lange Kurs der 3 mal befahren werden musste, war gespickt mit Schwierigkeiten, wie es sie eben nur in Dahlen gibt:: zwei Wasserdurchfahrten, welche die Motorräder bis zu den Sitzbänken verschwinden ließen, riesige Schlammlöcher, aus denen meist nur mit der Hilfe der Zuschauer wieder herausgefahren werden konnte, aber auch kilometerlange tiefe Felder, die dann in enge verwinkelte Wälder führten.

Die sehr engen Zeiten und das nasskalte Wetter machten die 240 km nicht gerade leichter. Dies bekamen auch zwei Suhler Fahrer zu spüren. So musste Patrick Heß aufgrund eines technischen Defektes das Rennen vorzeitig beenden und auch Donald Vieweg vom MSC Suhl e.V. im ADAC konnte nach Sturz in der 4. Sonderprüfung nicht mehr weiterfahren. Erfreulich dagegen der zweite Platz von Lars Nonn in der Klasse 125ccm/2T, der sich nur dem Norddeutschen Dirk von Zitzewitz geschlagen geben musste (obwohl der Dietzhäuser sicher mit einem Sieg geliebäugelt hatte, da ihm die Wetter und Bodenverhältnisse sehr entgegen kamen). Gratulieren wollen wir auch dem MSC Starter Kai Sander, der erschöpft aber glücklich einen 11. Platz in seiner Klasse erreichte.

 Denn bei diesem Rennen bewahrheitete sich der eigentliche Sinn des Endurosports, bei dem es nämlich neben schnellen Zeiten auf den Sonderprüfungen vor allem auf das Durchhaltevermögen von Mensch und Maschine ankommt. Hoch zufrieden kann auch der Zschopauer Marko Barthel (über 175ccm/2T) sein, der sich in dieser Saison zum ersten mal gegen die beiden Finnen Tuuka Saari und Jani Laaksonen durchsetzen konnte. Er erzielte mit nur 5 sec. Rückstand hinter Ex-Weltmeister Anders Eriksson den 2. Platz aller Klassen. Dies lässt für die kommende WM-Saison aus deutscher Sicht hoffen.Abschließend wiedereinmal großes Lob an den MSC Dahlen e.V. im ADAC,der es zusammen mit der Stadt, den umliegenden Gemeinden und allen Behörden geschafft hat, einen extrem anspruchsvollen Lauf auf die Beine zu stellen, welcher Fahrern und Zuschauern alles bot, was das Enduroherz begehrt.

Noch ein Wort zu einigen der Ortsansässigen Zuschauer, die diese Sportveranstaltung als eine Volksbelustigung ansahen und versuchten die Fahrer, die oft auf ehrliche Hilfe angewiesen waren, in die tiefsten Schlammlöcher der Dahlener Heide zu schicken. Ein so unsportliches Verhalten schmälert ein wenig eine solch tolles Rennen und macht auch nicht den besten Eindruck auf die aus dem ganzen Bundesgebiet angereisten Fahrer und Betreuer. Zum Schluß noch vielen Dank an unsere Freunde und Betreuer aus Meiningen und Umgebung, ohne die wir sicherlich weniger erfolgreich gewesen wären.


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